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Nach „Women without Men“ (2009) ist AUF DER SUCHE NACH OUM KULTHUM der zweite Spielfilm der iranisch-amerikanischen Künstlerin Shirin Neshat. Seine Weltpremiere feierte der Film auf dem Filmfestival von Venedig in der Reihe Venice Days. Im Anschluss präsentierte das Internationale Filmfestival von Toronto den Film in seiner Reihe Contemporary World Cinema.


In AUF DER SUCHE NACH OUM KULTHUM nähert sich Shirin Neshat einer der herausragendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts in der arabischen Welt. Die ägyptische Sängerin Oum Kulthum wird als Maria Callas des Orients gefeiert und hat sich in einer männerdominierten Welt behauptet wie keine vor und kaum eine nach ihr. Selbst 40 Jahre nach ihrem Tod wird Oum Kulthum in der muslimischen Welt verehrt und ihre Gesangsstücke millionenfach gehört. Ihre unvergessliche Stimme erlangte zudem eine politische Dimension, die selbst im Westen gehört wurde. 

Zum Film: Für Mitra, eine ehrgeizige Künstlerin, Mutter und Ehefrau in den besten Jahren, geht ein Traum in Erfüllung: sie kann endlich den Film über eine ihrer Heldinnen, die legendäre, orientalische Sängerin Oum Kulthum, drehen. Im Zentrum ihres Films stehen die Opfer und der Preis, den Oum Kulthum für ihren Erfolg in einer konservativ-geprägten, muslimischen Gesellschaft zahlen musste. Während der Dreharbeiten verschwindet auf einmal Mitras jugendlicher Sohn. Die Sorge um ihn und die zunehmende Schwierigkeit, den Mythos Oum Kulthum sowie die Frau und Künstlerin dahinter zu ergründen, führen letztlich zu Mitras emotionalen und künstlerischen Zusammenbruch. 

In der Hauptrolle der Mitra ist Neda Rahmanian („Ostwind“) zu sehen. Yasmin Raeis („Factory Girl“) verkörpert die legendäre Oum Kulthum. Die männliche Hauptrolle spielt Kais Nashif („Paradise Now“). Das Drehbuch schrieb Shirin Neshat gemeinsam mit Shoja Azari in Zusammenarbeit mit Ahmad Diba. Nach „Women without Men“ zeichnet Martin Gschlacht auch bei AUF DER SUCHE NACH OUM KULTHUM für die Kamera verantwortlich.

AUF DER SUCHE NACH OUM KULTHUM ist eine deutsch-österreichisch-italienische Koproduktion von Razor Film, Coop99, In Between Art Film, Vivo Film, Schortcut Films in Zusammenarbeit mit Doha Film Institute, ORF und Noirmontartproduction, mit Unterstützung von Austrian Film Institute, FISA – Film Industry Support Austria, Medienboard Berlin-Brandenburg, Vienna Film Fund und Regione Lazio.