all-access-lounge.de

 

MUSIK

„Ich muss im früheren Leben eine Reblaus g´wesn sein …“, singt jener Mann, dem man auf den ersten Blick nicht zutraut, in diesem Leben jemals auch nur einen einzigen Rausch gehabt zu haben! Bei näherer Betrachtung allerdings, bemerkt man dann schon das Spitzbübische, Lausbubenhafte, das aus seinen strahlend blauen Augen blitzt und signalisiert: ”Ich hab mehr drauf, als du denkst!“ Und das hat er wirklich, dieser Max Müller, bekannt aus der TV-Serie ”Rosenheim Cops” als liebenswerter Polizist Michi Mohr!

(fs) Von gänzlich neuer Seite zeigen sich Blue October im Frühjahr 2017. Und das gleich in zweierlei Hinsicht: Zum einen präsentiert das Quartett auf Deutschlandtour im März Auszüge aus seinem jüngsten Studioalbum live. Zum anderen zeigen die US-Rocker, dass sie zuletzt nicht nur an der Fertigstellung von „Home“, sondern auch an ihrer eigenen Grundeinstellung geschraubt haben: „Aktuell feiere ich mit meiner Musik das Leben, anstatt wie früher darüber zu jammern!“, beschreibt Justin Furstenfeld den positiven Sinneswandel im „Billboard“-Interview. Dieser wird ab dem 6. März auch live spürbar sein, wenn der Frontmann gemeinsam mit seinem Bruder Jeremy (Schlagzeug), Ryan Delahoussaye (Violine, Mandoline, Klavier) und Matt Noveskey (Bass) in vier deutschen Städten auftritt.

Zum bundesweiten Kinostart von BIBI & TINA - TOHUWABOHU TOTAL am 23. Februar 2017 im Verleih von DCM, erscheinen am 24. Februar Soundtrack (rund 64 Minuten Spielzeit), Deluxe Edition Soundtrack (zwei CDs und 80 Minuten Spielzeit, nur in dieser Edition: sechs zusätzliche Songs und eine separate Karaoke-CD) und das Hörspiel (69 Minuten Spielzeit) von KIDDINX.

Der Newcomer Joel Brandenstein ist ein echter Shootingstar. Gerade erst startete der Vorverkauf für seine allererste Live Tour im Mai 2017, die innerhalb weniger Tage restlos ausverkauft war. Mit im Gepäck sein allererstes Soloalbum EMOTIONEN, welches am 31. März 2017 erscheint. Knapp 1000 Beiträge in der ersten halben Stunde nach Ankündigung der Tournee auf seinem Facebook-Profil, entfachten ein regelrechtes Lauffeuer in den sozialen Netzwerken, das nicht mehr abebbte.

Alvaro Soler, 26, weiß, wie es geht. Das Sommerhit-Wunder hat 2015 mit dem Song "El Mismo Sol" allein wie auch später zusammen mit Jennifer Lopez die Sonne über ganz Europa scheinen lassen. Mit der zweiten Singleauskopplung "Sofía" sorgte er dann ein Jahr später für verliebtes Summer-Feeling. Das Ergebnis war ein weiterer internationaler Super-Hit. Auch das Debüt-Album „Eterno Agosto“, dessen Texte komplett aus Alvaros eigener Feder stammen und das live eingespielte Einflüsse aus aller Welt fusioniert, entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Tonträger des Jahres 2016. 

Stellt Euch vor, Ihr betretet einen Nachtclub irgendwo am Rande der Zeit. In der Ecke spielt eine Jukebox Musikklassiker aus längst vergangenen Tagen mit seltsam vertrauten, modernen Texten. Hier vereint sich, was unvereinbar scheint: der topaktuelle Partyvibe einer Miley Cyrus oder die minimalistisch verpackte Unsicherheit von Radiohead mit dem warmen Knistern einer alten 78er Platte und der gedämpften Trompete eines in Vergessenheit geratenen Jazzman aus Kansas City. Auf der Tanzfläche twerken Partygäste im Pudelrock und an der Bar jonglieren wohlsituierte Hipster den Martini in der einen und das Smartphone in der anderen Hand.

Ein Akkordeon und eine Gitarre. Da denkt man doch sofort an volkstümliche Glückseligkeit und schunkelnde Massen in einer Rentnershow, moderiert von Florian Silberschmied. Alle klatschen mit und neben den Biertischen parken die Rollatoren. Doch Vorurteile und Klischees können schnell wieder weggepackt werden. Was DA ROCKA UND DA WAITLER (aka DRDW) uns hier um die Ohren hauen, ist das krasse Gegenteil von weichgespülter Samstagabend-Unterhaltung. Man kommt vielmehr auf die Idee, ein gewisser Hubert von G. hätte sich mit den Jungs von Metallica zusammengetan, um ein Rockmonster zu erschaffen, das vor Energie nur so strotzt.

Am 17. Februar wird Ryan Adams sein 16. Studioalbum „Prisoner“ veröffentlichen. Kürzlich erschien mit „Doomsday“ der dritte Vorab-Track daraus. Seit zwei Jahrzehnten schon wird Ryan Adams für seine Veröffentlichungen gefeiert und gilt längst als „einer der elegantesten Singer-Songwriter seiner Generation“ (The New York Times) und „einer der wenigen wirklich großartigen Roots-Rocker, die es noch gibt“, wie die Redakteure von Entertainment Weekly es formulierten. Nun kehrt der mehrfach Grammy-Nominierte aus Jacksonville, North Carolina mit neuem Songmaterial zurück: 

Jedes Mal, wenn Alex Vargas seinen Namen in Kombination mit Begriffen wie „Senkrechtstarter“, „Newcomer“ oder „aufstrebendes Talent“ hört oder liest, muss er ein wenig schmunzeln. Zwar ist es wahr, dass in den vergangenen Monaten sehr viel mehr Menschen hellhörig geworden sind und den in Soul getränkten Electro-Pop-Sound des Dänen für sich entdeckt haben – aber genau genommen macht Alex Vargas nun schon seit 16 Jahren Musik.